Manchmal hilft ein Kakadu

Früher war nicht alles besser, aber früher war Tito, früher war Jugoslawien.

Zumindest hier in Rijeka.

Und ich habe lange überlegt, welche Reportage ich über diese Zeit schreiben will. Wie bringt man so viele unterschiedliche Völker und Landesteile in eine lesbare Geschichte? Einen Staat, der in gleich mehreren Bürgerkriegen zerfiel, über deren historische Darstellung sich die Betroffenen bis heute streiten?

Die Antwort lautet: Leider gar nicht.

(Nicht im Rahmen dieses Blogs jedenfalls.)

Die Antwort lautet aber auch: Indem man einen Vogel nimmt.

Genauer gesagt: einen Kakadu.

Darf ich vorstellen: Das sind Koki (der Vogel im Käfig) und Tito (der gut gelaunte Mann daneben).

Im Unterschied zu Tito, Jugoslawiens ehemaligem Staatschef, lebt der Kakadu immer noch. Also habe ich ihn besucht – auf den Inseln Brijuni, die bis zu Titos Tod 1980 dessen Privatinseln waren. Dort gibt es auch eine Fotoausstellung zu Tito, und da habe ich dieses Foto gemacht.

Die Reportage läuft morgen.

Und, Spoiler!, sie hat im Gegensatz zu Jugoslawien ein Happy End.

4 Gedanken zu „Manchmal hilft ein Kakadu“

  1. Liebe Stadtschreiberin,

    Deine Berichte aus Rijeka werden immer lustiger und substantieller. Dass Du heute über den hinterbliebenen Kakadu aus der Erbmasse von Tito geschrieben und uns dazu auch das gönnerhafte Lächeln des geschmeidigen Diktators übermittelt hat, zeugt von deiner gewissenhaften Arbeit als Stadtschreiberin. Weiter so! Ich freue mich über sicherlich bald folgende pointierte Reportagen.

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