Drei Fragen (5): Petar

Gerade wird es in Rijeka immer heißer, und der Wind, der schwächelt auch. Was noch übrig ist, fühlt sich an, als würde mich ein Fieberkranker anhauchen. An solchen Tagen bleiben die Gedanken in meinem Kopf kleben. Da hilft kein Schütteln, da hilft kein Schreien, da hilft nur das Meer.

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Das Virus und die Kunst

Ich kann das Wort Coronavirus eigentlich nicht mehr hören, aber wer kann das schon? Und was ist jetzt eigentlich noch in Rijeka als Kulturhauptstadt los?

Nicht nur Janko Polić Kamov muss inzwischen wieder Mundschutz tragen. (Zwischenzeitlich war die Maskenpflicht hier mal gelockert worden.)

Rauchen und Trinken geht auch mit Maske.
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Hartera – das kroatische Berghain?

Liebe kroatische Mitleser: Wer vor EasyJet/RyanAir/Eurowings nicht schreiend davonläuft und elektronische Musik mag, war vermutlich schon einmal im Berliner Berghain. Für alle anderen: Das ist ein berüchtigter Technoclub in einem ehemaligen Heizkraftwerk, in den nur reinkommt, wer schwarz trägt, schlechte Laune hat und beim achtstündigen Warten in der drei Kilometer langen Schlange keine Currywurst isst und dabei Selfies macht.

Aber wir sind ja hier – Gott sei Dank – in Rijeka. Nicht in Berlin.

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Drei Fragen (4): Dragan Kordić

Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie freundlich die Menschen in Rijeka sind? Freundlich, unkompliziert, offen? So jedenfalls verlief auch meine Begegnung mit Dragan Kordić, einem 32 Jahre alten Illustrator, der mit seiner Frau, seiner kleinen Tochter, zwei Hunden und einem Papagei (!) in Rijeka lebt. Dass mit dem Papagei habe ich leider erst erfahren, als ich mir Dragans Homepage angesehen habe, aber vielleicht liest er ja mit: Hallo Dragan, ich habe auch einen Papagei, mehr siehe unten!

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Von Sisi, Torpedos – und Robert de Niro

Österreichisch-ungarische Doppelmonarchie, italienischer Faschismus oder sozialistisches Jugoslawien: Rijeka hatte seit dem Mittelalter verschiedene Staatszugehörigkeiten – nicht immer freiwillig. In Reportagen spüre ich den unterschiedlichen Epochen nach. Heute: Die Zeit der Habsburger Monarchie.

Dass der österreichische Kaiser einmal neben einem italienischen Popsänger landen würde, hätte er vermutlich nicht erwartet.

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Der Schnaps muss Bikini tragen

Also, was macht man als Stadtschreiberin die ganze Zeit?

Natürlich recherchieren!

Vorher habe ich einen Mietwagen ausgeliehen und festgestellt, dass die Mietwagenhändler in Rijeka freundliche und lustige Zeitgenossen sind.

Ich: Dober dan! I’m sorry, I don’t speak Croatian, I can only say hello, thank you and motherfucker.

Er: Wonderful! That’s all you need in this country!

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Fellini oder Ein Fisch namens Wanda

Wer sich fragt, was man als Stadtschreiberin eigentlich den ganzen Tag macht: jedenfalls nicht daran denken, Tickets für das Open Air Kino zu reservieren.

Jeden Mittwoch läuft hier im Juli ein Film von Federico Fellini, der in diesem Jahr 100 geworden wäre.

Selbstporträt: Oben Marcello Mastroianni, unten Stadtschreiberin
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